„Berlin ist für mich ... ”

30.07.2014

Dipl.- Kfm. Maximilian Görwitz
„ ... der Schmelztiegel der Nation.” twitter

Dipl.- Kfm. Maximilian Görwitz,
Geschäftsführer, Horn & Görwitz GmbH & Co. KG, seit 1898 in Berlin

Mein Unternehmen ist in Berlin tätig, weil das Unternehmen hier vor 116 Jahren gegründet wurde, sich durch eine große Zahl von Kunden hervorragend etabliert hat und dies für unsere Zukunftsideen genau die richtige Stadt ist – mit einem tollen Entwicklungspotential.

Berlin, the place to be:
Berlin entwickelt sich schnell, fast rasant und doch legen unsere Kunden Wert auf Tradition. Da sind wir als Anbieter von gesamtheitlichen Lösungen für unternehmensweite Druck- und Dokumentenworkflows oft gefragt als Projekt- und Lösungsexperte. Wir überzeugen durch unser Gesamtpaket aus Beratung, Hard- und Software, Dienstleistungen sowie Service und Support. Unsere Kunden fragen nach Lösungen genau für Ihre Bedürfnisse und für uns ist klar, so wie die Firmen sich in Berlin innovativ weiter entwickeln, so tun wir dies auch. Am Beispiel unserer Softwarelösungen ist das sehr gut darzustellen. Haben wir früher einfach Kopier- und Drucktechnik verkauft, so verlangen unsere Kunden, die zu 90 % in Berlin ansässig sind, heute immer mehr nach einer Prozessanalyse in ihrem Unternehmen auch Softwarelösungen, wie Scannen über ein Multifunktionsgerät direkt in die entsprechende Akte oder Erkennung von spezifizierten Textfeldern eines Dokuments und sofortige Übernahme und Zuordnung ins jeweilige Dokumentensystem. Es gibt da eine Menge anwenderspezifischer Programme, die wir mit in unser Portfolio aufgenommen haben.

Wie wurde Ihr Unternehmen/Ihre wissenschaftliche Einrichtung von der Teilung der Stadt bzw. dem Fall der Mauer am 09. November 1989 geprägt?
Hier muss ich etwas ausholen.
Mein Urgroßvater Oskar Görwitz hat mit Willi Horn 1898 eine Schreibmaschine so verfeinert, dass sie nicht nur Buchstaben auf das Papier brachte, sondern zugleich einen lochgestanzten Streifen für den Telegraphen auswarf. 1925 beauftragte die Reichspost 600 Triumph Schreibmaschinen.
1946 zog das Unternehmen in den Westteil der Stadt. Der damals 69jährige Oskar Görwitz hatte von drohenden Enteignungen im sowjetisch besetzten Teil der Stadt gehört und daraufhin seine Schreibmaschinen Stück für Stück per Straßenbahn in den Westen gebracht.
Der 9. November 1989 veränderte auch unser Geschäft. Zunächst beteiligten wir uns an verschiedensten Hilfsmaßnahmen für den Ostteil der Stadt. Wir erkannten durch die Maueröffnung: Hier erschließt sich uns ein neuer Markt. In wenigen Jahren hat sich unser Umsatz verdreifacht. Das auch Dank der vielen neuen Ostberliner Mitarbeiter, die wir eingestellt haben. Sie kannten die Verhältnisse und den Bedarf. Interessant war, dass einige der Bewerber unser Unternehmen bereits aus Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg kannten.

Wie sieht die Zukunftsvision für Ihr Unternehmen oder Ihrer wissenschaftlichen Einrichtung aus? Welche visionären Veränderungen stehen bis 2030 an?
Wir sind gerade dabei die Übergabe der Geschäfte von der dritten auf die vierte Generation durchzuführen. Dies ist ein stetiger und für uns interessanter Prozess, denn dabei berücksichtigen wir auch die neuen Marktanforderungen. Nicht jede Vision kann umgesetzt werden, aber es ist wichtig, welche zu haben. Wir sind optimistisch, uns weiter entwickeln zu können, haben dazu die entsprechenden Grundlagen geschaffen, sind dem Zeitgeist immer einen Schritt voraus und lassen uns nicht einschränken. Wir werden expandieren – über die ganze Stadt hinweg – den Ostberliner Markt dabei insbesondere im Focus. Das geschieht aus der Tradition heraus, aber ist hauptsächlich von Weitblick geprägt.

Erzählen Sie uns eine Anekdote aus Ihrer Erfolgsgeschichte, wie sie nur in Berlin hat stattfinden können.
Seit 1946 ist der Sitz unseres Unternehmens in Westberlin. Weitreichende Geschäftskontakte haben sich entwickelt, so auch zu Hertha BSC, denn Wirtschaft und Sport passen sehr gut zusammen.
Aber warum sollen wir unsere Aktivitäten nur auf den Westteil der Stadt konzentrieren?
Seit mehreren Jahren sind wir Sponsor vom Tischtennisverein ttc berlin eastside in Marzahn. In diesem Jahr hat der Verein das Tripel geschafft: Deutscher Mannschaftsmeister, Champions-League-Sieger und Deutscher Pokalsieger.
Einfach großartig.
Im letzten Jahr haben wir beschlossen, unser Engagement weiter auszubauen und sind nun seit Januar 2014 Premium-Sponsor beim 1. FC Union in Köpenick. Was für ein Traditionsverein! Da passen wir sehr gut zusammen. Hier geht es natürlich vorrangig um Fußball, aber auch die Synergien der Kontakte wollen wir nutzen. Eine nicht nur für uns spannende Aktivität.
Jetzt zur Fußball-WM wurde im Stadion An der Alten Försterei ja das größte Wohnzimmer zum WM-Schauen errichtet. War das eine Atmosphäre und Stimmung! Wir haben an 13 Spieltagen der WM unsere – fast ausschließlich Westberliner – Kunden zum WM-Schauen in unsere Loge eingeladen. Alle waren total begeistert. Und dann sind wir Deutschen auch noch Weltmeister geworden. Und wir waren dabei. Fantastisch, das geht nur in der Hauptstadt.
Auch in der kommenden Saison bauen wir unsere Tätigkeiten in Köpenick weiter aus, denn wir fühlen uns dort sehr wohl.

horn-goerwitz.de

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