Sara Nachama

Als Filmcutterin kommt Sara Nachama 1978 nach West-Berlin und arbeitet zunächst als freie Mitarbeiterin für den SFB und das ZDF. In den darauffolgenden Jahren kümmert sich die Tochter eines Diplomaten, die in Israel und zahlreichen fernöstlichen Ländern aufgewachsen ist und an der Hebräischen Universität Jerusalem Geschichte studiert hat, um die eigene Familie und ihre zwei Söhne. Zudem engagiert sie sich in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ehrenamtlich für die jüdischen Kulturtage.

Am Abend des 9. November 1989 nimmt Nachama an einer Gedenkveranstaltung in der Jüdischen Gemeinde teil und wird von den Ereignissen im Ostteil der Stadt überrascht. In den Jahren nach dem Mauerfall verändert sich das Leben in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sehr. Viele Juden, vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion, kommen hinzu und müssen integriert werden.

Während eines Urlaubs in den USA lernt Nachama im Jahr 2000 den Gründer des Touro College New York, Dr. Bernhard Lander, kennen, der sich nach dem neuen jüdischen Leben in Berlin erkundigt. Sie lädt ihn nach Berlin ein, um sich selbst ein Bild zu machen. Lander betraut sie mit der Aufgabe, eine Berliner Dependance zu gründen. Zum Wintersemester 2003 eröffnet dann in Charlottenburg das Touro College Berlin, eine amerikanisch-jüdische Privathochschule, mit Nachama als Rektorin und Vizepräsidentin.

Die Unterrichtssprache auf dem Campus am Rupenhorn, dem Standort des Colleges, ist Englisch. Die Hochschule mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt ist in Deutschland und den USA akkreditiert und bietet deutsche und amerikanische Studienabschlüsse an. Berlin, das sich für Nachama mit New York und London messen kann, ist für sie längst zur neuen Heimat geworden: „Das jüdische Leben in Berlin hat sich dynamisch und vielfältig entwickelt. Viele jüdische Amerikaner und junge Israelis kommen nach Berlin, um hier zu arbeiten und zu leben.“ Und auch das Touro College, dessen Absolventenfeier bereits mehrfach im Roten Rathaus im ehemaligen Osten stattgefunden hat, ist längst in Berlin angekommen.

 

http://touroberlin.com

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