50 neue IT-Professuren für die Hauptstadt

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„Berlin sucht die führenden Köpfe im Bereich der Digitalisierung“ –  so steht es auf der Website be-digital.berlin. 50 IT-Professuren sind es konkret, die in den kommenden Monaten von den vier Berliner Universitäten berufen werden sollen – als Teil des neuen Verbundprojekts Einstein Center Digital Future.

Um die Erforschung digitaler Strukturen geht es im neuen Einstein Center Digital Future. (Foto: Shutterstock ©Sashkin) 

18 Stellenausschreibungen wurden bereits gestern, am 12. September 2016, veröffentlicht. 50 IT-Professuren sollen insgesamt ausgeschrieben werden von den vier Berliner Universitäten: der Technischen Universität Berlin (TU), der Universität der Künste Berlin (UdK), der Freien Universität Berlin (FU) und Humboldt-Universität zu Berlin (HU) mit deren gemeinsamer medizinischer Fakultät, der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Die zweite Ausschreibungswelle soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Die Professuren, die meisten davon Juniorprofessuren, sind Teil des neuen Projekts Einstein Center Digital Future, das am 5. September durch die Einstein Stiftung Berlin bewilligt wurde. Und dieses wiederum wird zentral in der Hauptstadt gelegen sein – in der Wilhelmstraße, direkt am Robert-Koch-Forum. Das Center soll sich zu einem öffentlichen Forum des Austausches in Sachen Digitalisierung und zu einer interdisziplinären Forschungsumgebung entwickeln. Zielsetzung: „ein hochschulübergreifender Nukleus für die Erforschung und Förderung digitaler Strukturen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft“ zu werden. Entsprechend vielseitig sind die Forschungsthemen: Smart Housing zählt ebenso dazu wie Digitale Bildung, Personalisierte Medizin, Wasser- und Abwassersysteme 4.0 oder das Internet der Dinge.

Das Projekt ist bundesweit bisher einmalig. Denn neben den vier genannte Universitäten beteiligen sich am Einstein Center Digital Future auch die Beuth-Hochschule für Technik und Wirtschaft und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW). Mit dabei sind außerdem acht außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, darunter drei Fraunhofer-Institute und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, sowie 20 Industrieunternehmen. Zu den beteiligten Firmen gehören unter anderem die Berliner Wasserbetriebe, die Bundesdruckerei, Cornelsen, das German-Turkish Advanced ICT Research Center, Intel, SAP, die Telekom, Viessmann und Zalando.

In das neuen Center sollen innerhalb von sechs Jahren ungefähr 38 Millionen Euro fließen. Das Land Berlin gibt pro von Unternehmen eingeworbenem Euro 50 Cent dazu. Die erste Förderphase des Projekts startet im April 2017. Die zweite soll nach einer Zwischenevaluation im April 2020 beginnen.

Ausgangspunkt des interdisziplinären Verbundprojekts ist der Berliner Arbeitskreis Digitalisierung, den der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller und der Präsident der TU Berlin, Professor Dr. Christian Thomsen im Juni 2015 initiiert hatten. Dieser stellte im Dezember 2015 eine 10-Punkte-Agenda „Berlin on it’s way to becoming a digital capital“ öffentlich vor. Das Center und die Einrichtung von Professorenstellen sind Teil der Agenda. /vdo

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