Grants4Apps Accelerator geht in die nächste Runde

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Vier Start-ups aus dem Bereich „Digital Health“ können sich freuen: Sie wurden für das Open Innovation-Programm „Grants4 Apps“ im Bayer-Accelerator ausgewählt. Mehr als 400 Unternehmen aus 66 Ländern hatten sich in diesem Jahr beworben.

Die vier Gewinnerteams des Grant4Apps Accelerator Program 2016 – im Bild mit der Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer und Kemal Malik, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und verantwortlich für Innovation. (Foto: © Bayer AG/fotodimatti) 

Krebserkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen. Nach wie vor ist es jedoch nicht ganz einfach, aus Billionen von Möglichkeiten die richtige Behandlungsmethode für einen speziellen Tumor zu definieren. Hier setzt das Start-up turbine an, das gestern gemeinsam mit drei weiteren Gründerunternehmen für das Grant4Apps Accelerator Program 2016 ausgewählt wurde. Das junge Unternehmen, dessen Gründer mehr als 20 Jahre an der Semmelweis-Universität in Budapest studiert, gearbeitet und geforscht haben, will mithilfe künstlicher Intelligenz personalisierte Therapie-Kombinationen für Krebserkrankungen definieren, indem es den Krebs auf Molekularebene simuliert und Millionen von Behandlungs-Möglichkeiten daran „testet“.

Will mithilfe künstlicher Intelligenz Krebserkrankungen bekämpfen: das Start-up turbine. (Foto: © Bayer AG/fotodimatti) 

Das ghanaische Start-up Oasis Websoft hingegen bringt mit seiner APP „Bisa“ Telemedizin nach Afrika und Entwicklungsländer. Patienten können so via Smartphone Ärzte direkt befragen und Tipps zum Erhalt ihrer Gesundheit erhalten.

Das ghanaisches Gründerteam von Oasis Websoft bringt mit seiner APP „Bisa“ Telemedizin nach Afrika. (Foto: © Bayer AG/fotodimatti) 

 

Das Start-up Vital Smith hat den smarten Eisprung-Tester „Bless“ entwickelt, der im Zusammenspiel mit der gleichnamige App Userinnen einen praktischen Service bietet und daneben umfangreiche medizinische Daten zur Analyse von Östrogen analysieren soll.

Das Start-up Vital Smith hat den smarten Eisprung-Tester „Bless“ entwickelt. (Foto: © Bayer AG/fotodimatti) 

Und xbird, dessen Gründerteam aus Berlin und dem Silicon Valley stammt, hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 durch die passive Analyse von Daten, die über Smartphones und sogenannte „Wearable Devices“ gewonnen werden, kritische Gesundheitszustände vorherzusagen – und dadurch über eine Million Leben zu retten.

Ziel von xbird ist es, durch die passive Analyse von Gesundheitsdaten bis 2020 eine Million Menschenleben zu retten. (Foto: © Bayer AG/fotodimatti) 

Allen vier Start-ups gemeinsam ist: Sie sind dem Bereich der „Digital Health“ zuzuordnen. Grundvoraussetzung für eine Förderung durch das Grants4Apps Accelerator-Programm, das von der Bayer AG 2014 als Crowdsourcing-Initiative ins Leben gerufen wurde. Mehr als 400 Start-ups aus 66 Ländern hatten sich in diesem Jahr für das Open-Innovation-Programm beworben – fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.

Die vier Ausgewählten Teams können ab jetzt rund 100 Tage lang in den Räumen des Grants4Apps Accelerator auf dem Bayer-Gelände in Berlin-Wedding arbeiten. Zusätzlich erhalten sie eine finanzielle Unterstützung in Höhe von jeweils 50.000 Euro sowie Coaching durch Bayer-Manager. /vdo