Jetzt bewerben: Förderung von innovativen Energieprojekten

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Noch bis zum 11. Oktober können sich Start-ups, KMUs oder Großunternehmen mit innovativen und nachhaltigen Energieprojekten um eine Förderung durch KIC InnoEnergy bewerben. Die europaweite Wissens- und Informationsgemeinschaft unterstützt vielversprechende Lösungen nicht nur finanziell, sondern auch durch Know-how und ein großes Netzwerk an Industriepartnern. Damit scheint dieser Wettbewerb wie gemacht für die innovationsfreudigen Berliner Industrieunternehmen.

Um die Förderung innovativer, nachaltiger Energieprojekte kümmert sich KIC InnoEnergy (Foto: principal power)  

An Start-ups, KMUs oder Großunternehmen mit innovativen nachhaltigen Energieprojekten im Forschungs- und Entwicklungsstadium richtet sich ein von KIC InnoEnergy europaweit ausgerichteter Wettbewerb. Noch bis zum 11. Oktober läuft der „Call for Innovation Proposals“ (CIP) für grundsätzlich neue Lösungen, die bei erfolgreicher Teilnahme maximal auf drei Jahre vorfinanziert werden.

Der Wettbewerb passt ins aktuelle weltweite klimapolitische Konzept. Denn in der vergangenen Woche erst beschloss der Bundestag, das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 zu billigen. Sogar Indien, der drittgrößte Produzent von Treibhausgasen, kündigte vor ein paar Tagen an, dem Abkommen beizutreten. Das Ziel: Die Erderwärmung soll auf weniger als zwei Grad Celsius begrenzt werden. Um dies zu erreichen, muss weltweit der Ausstoß von CO2 drastisch gesenkt werden. Alternative Energielösungen spielen also global eine entscheidende und nachhaltige Rolle.

Doch was genau bedeuten „innovative nachhaltige Energieprojekte“ im Rahmen von KIC InnoEnergy? „Das können neue Technologien sein oder auch Software-Lösungen, die beispielsweise dazu beitragen, dass Energiekosten eingespart oder Treibhausgasemissionen reduziert werden. Wichtig ist allerdings, dass es bei den von uns geförderten Unternehmen und Projekten nicht um Forschung und Entwicklung geht“, erklärt Dr. Dirk Bessau, Leiter des Berliner Büros der KIC InnoEnergy Germany GmbH.

KIC InnoEnergy selbst versteht sich als Innovationsmotor für nachhaltige Energie in ganz Europa. 147 Millionen Euro hat das Unternehmen, das europaweit mit etwa 200 Industrieunternehmen, Business Schools, Forschungseinrichtungen und Universitäten kooperiert, bereits in rund 80 Produkte investiert, um Innovatoren, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu kommerziellem Erfolg zu verhelfen. Zielsetzung ist es, Innovationen für den nachhaltigen Energiemarkt besser, schneller und erfolgreicher in den Markt bringen.

Zu den drei Säulen von KIC InnoEnergy zählt neben Seed-Capital-Finanzierung und Ausbildung auch der europaweit ausgeschriebene Wettbewerb. Sogenannte KICs (Knowledge and Innovation Communities) sind europaweite Wissens- und Informationsgemeinschaften, die unternehmerisch geführt sind und durch das European Institute of Innovation and Technology gefördert werden.

Bei dem aktuell ausgeschriebenen Wettbewerb lädt KIC InnoEnergy die vielversprechendsten Kandidaten ein, ihre Vorschläge zwei Beurteilungskomitees zu präsentieren. Am 19. Dezember 2016 erfolgt die Bekanntgabe der ausgewählten Bewerber. Diese erhalten eine vielseitige Förderung von KIC InnoEnergy, etwa in Form von Investitionen, durch die Zusammenarbeit mit Projektteams und durch technische Unterstützung. Denn dank seines Netzwerks von Industriepartnern kann KIC InnoEnergy Unternehmen dabei helfen, Prototypen in marktfähige Produkte zu verwandeln, Zugriff auf ein breites Spektrum komplementärer Fertigkeiten und Ressourcen bieten und Innovatoren mit Märkten und Geschäftsmöglichkeiten in ganz Europa in Kontakt bringen.

Übrigens: In Berlin und Umgebung werden bereits mehrere Unternehmen von KIC InnoEnergy gefördert, darunter Infinite Fuels, das sich mit der Nutzung von Biomasse für künftige Treibstoffe beschäftigt, das Start-up Permavit, das technologische Weiterentwicklungen im Bereich Kleinwindanlagen anbietet, oder ZaaK Technologies, die aus der Asche von Kraftwerken energieeffizient Baustoffe reyceln. /jr

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