Modenschau im Stadtladen

Stadtladen 

Fashionshow am 4. Juli in der Rochstraße

Am Samstag, 4. Juli, präsentierte die Hauptstadtkampagne junge Mode aus Berlin Im Rahmen der Berlin Fashion Week verwandelte  be Berlin die Rochstraße in einen 25 Meter langen Laufsteg.

Die Berliner Nachwuchsdesigner und Botschafter der Hauptstadtkampagne Beate Richter und Behnam Samrad präsentierten auf dem 25 m langen  Straßen-Catwalk ihre innovativen Modekollektionen Auftakt und Höhepunkt der Modenschau war der Lauf von TV-Star Maria Wedig aus der RTL-Soap „Alles was zählt“. Sie präsentierte eine Kreation von Beate Richter. Auch Sänger Ben und MTV-Moderator Patrice ließen sich die Modenschau nicht entgehen.


Die Designer der Fashionshow

Beate Richter macht Mode für Frauen, die bei der Wahl ihrer Kleidung auf Individualität und Kreativität setzten. Ihre Mode spiegelt das Selbstbewusstsein moderner Frauen wider, ist vielseitig, kosmopolitisch und Strahlt dabei pure Lebenslust aus. Spielerische setzt Sie auf den Charakter von Ornamenten und ausgeprägten Details und betont in Ihren Entwürfen stets die weibliche Seite moderner Frauen. 

sei kämpfer, sei natur, sei berlin.

von Richter, Beate
eingestellt am 19.09.2008

„Die machen da ja was sie wollen!“ flüsterte ich mit zwölf Jahren beeindruckt, als ich im damals streng verbotenen West-Fernsehen Bilder aus Berlin sah. Seit diesem Moment war klar: Ich gehe nach Berlin, um dort genau das zu machen, was ICH wollte – nämlich Modedesign. Als gebürtige Freibergerin (Sachsen) war das nicht unbedingt der einfachste Wunsch – aber immerhin ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnte.
Einfach war der Weg nicht: Zuerst begann ich 1985 eine Lehre zur Lederschneiderin. Eigentlich ein Männerberuf, aber immerhin kam ich so Nadel und Faden beruflich schon etwas näher. Meine Noten waren klasse, mein Engagement vorbildlich –trotzdem durfte ich nicht die Weiterbildung zum Ingenieur für Modegestaltung anfangen. Das Parteibuch hätte damals meine Eintrittskarte sein können, aber das wollte ich nicht.
Deshalb begab ich mich 1989 auf eine lange Reise: von Freiberg nach Budapest, von dort aus nach Wien und dann über Weiden nach Hannover ins „Auffanglager“ für DDR-Flüchtlinge. Das erste Mal hatte ich westdeutschen Boden unter den Füßen, aber Berlin schien weiter weg zu sein als jemals zuvor. Mit Weh und Ach kämpfte ich um einen Flug von Hannover nach West-Berlin und tatsächlich: Ich schaffte es.
Gelandet bin ich direkt in Kreuzberg, am Schlesischen Tor in einer Studenten-WG. Ein Job musste her! Ein türkischer Lederschneider gab mir dann endlich die Chance zu zeigen, dass auch Frauen in der Lederbranche gut aufgehoben sind.
1990 kaufte ich mir mit dem ersten ersparten Geld ein Ticket nach Kanada und genoss die weite Natur dieses Landes. Obwohl die Zeit dort wunderbar war, zog es mich aber bald zurück nach Berlin. Ich hatte hier noch was zu erledigen: Im gleichen Jahr begann ich mein Studium zur staatlich geprüften Modedesignerin im Lette-Verein.
1994 hatte ich es dann geschafft: Aus der Freiberger Lederschneiderin wurde die Berliner Modedesignerin Beate Richter. Mit dem Abschlusszeugnis frisch in der einen Hand bekam ich direkt im Anschluss noch eine zweite Auszeichnung: Ich wurde zusammen mit einem Studienkollegen Nachwuchspreisträgerin der IGEDO Modemesse in Düsseldorf.
Nach einigen Anstellungen in Berlin fand ich immer mehr heraus, was ich als Designerin wirklich machen wollte: Frei sein und Mode für Frauen machen, die mit traditionellen Schnitten spielt und sie modern interpretiert. Das konnte ich nur als freie Designer und nur in Berlin. Ich machte mich also 2002 mit einem eigenen Atelier selbständig und versuchte mein Glück. Mittlerweile habe ich mir einen mir einen kleinen, aber feinen Kundinnenstamm zusammen geschneidert für den ich Mode entwerfe, die anders ist und sich vom Mainstream absetzt. Wo meine Kundinnen die von mir entworfenen Kleider tragen, ist mir egal. Ob im Büro oder in der Freizeit, am Tag oder zur Abendveranstaltung: Hey, wir sind in Berlin, hier kann jeder machen, was er will!

http://www.beate-richter-mode.de


Made in Berlin

Unter dem Namen „Truth or Dare“ präsentierte er eine Kollektion für die Wintersaison 2007.  Die Verbindung von voluminösen orientalischen Silhouetten und engen , körperbetonten Schnitten unter der harmonischen Verwendung von kontrastreichen Stoffen und Farben, geben dem Ganzen stets einen sehr auffallenden, modernen und tragbaren Touch. Im Jahr 2008 gewann Behnam den „The Next Fashion Talent“ auf Pro 7. 

Behnam Samrad 

sei inspiriert, sei optimistisch, sei berlin.

von Samrad, Behnam
eingestellt am 10.07.2009

Fassen wir mal das gröbste zusammen: ich heisse Behnam, bin 27 Jahre alt, Modedesigner und bin in unserer schoenen Hauptstadt geboren und aufgewachsen, was mich zu einem wahren Berliner macht, und das noch mit dem Bonus eines persischen Ursprungs. 

Schon von kleinauf war ich künstlerisch sehr interessiert, wobei meine Eltern mich immer unterstützt haben. Ich fing schon sehr früh an zu zeichnen und zu malen und während ich im schönen Bezirk Tiergarten zur Schule gegangen bin und auch mein Abi mit den Leistungskursen Kunst und Englisch gemacht habe, wusste ich, dass ich später keinen unkreativen Beruf ausüben werde. 

Ich wollte etwas lernen, was mir Spaß macht und wofür ich mich interessiere, etwas was mich glücklich macht und so kam es, dass ich mich für Design entschied, was für mich eigentlich vieles vereinigte: Kreativität, Dynamik, Geschichte und noch vieles mehr. 

Ich entschied mich für Modedesign und studierte an der international renommierten Modeschule esmod, was mich nach Berlin Kreuzberg führte. Während des Studiums absolvierte ich einige Praktika, besuchte auch für 2 Monate die Schule in Paris, assistierte dem Couture Designer Kristian Aadnevik in London und erhielt 2006 mein Diplom.

Nach den turbulenten Jahren des extrem zeitaufwändigen Studiums nahm ich mir erst mal eine Auszeit und fing an in verschiedenen Shops zu jobben, um auch einfach mal die andere Deite der Mode zu erfahren.

Im Sommer 2008 überredeten mich meine Freunde und Familie bei der pro7 show "the next fashion talent" mitzumachen. Nach anfänglichen Zweifelnschickte ich meine Bewerbung ab und wurde eine Woche später eingeladen. Zu dem Zeitpunkt hätte ich niemals gedacht, dass ich Monate später als Gewinner der Sendung hervorgehen würde. 

Wir waren in München, London, Mailand, New York und natürlich auch in Berlin unterwegs. Beruflich habe ich in dieser Zeit extrem viele Erfahrungen sammeln können, allein durch die ganzen Projekte mit verschiedenen Firmen und Labels. 

Seit dem Sieg durfte ich wirklich viele Menschen kennenlernen, mit ihnen zusammenarbeiten und man kann auch schon gut sagen, dass daraus sogar einige Freundschaften entstanden sind. Zum Beispiel habe ich für die Marke "hallhuber" eine eigene Kollektion mit dem Namen "taff edition by behnam samrad" herausgebracht, ich war bei "swarovski" in Österreich, habe für die Girlband "queensberry" die Touroutfits genäht und Kleidungsstücke für sie entworfen, u. a. auch ihre Kleider für die Echo Verleihung und ich war einen ganzen Monat mit deutschlands grösstem Popstar "sarah connor" kreuz und quer auf Tour, da ich für sie ihre Köstüme designt und umgesetzt habe. 

Aber all die Mühe zahlt sich nun so langsam aus und ich bin extrem froh darüber momentan so viel zu arbeiten! Jedenfalls war ich danach auch noch in London auf der berühmt berüchtigten Central Saint Martins School of Art, um einige Kurse zu besuchen Kaum war ich zurück, da fing ich auch schon an einige Entwürfe zu machen, um eine eigene kleine Kollektion zu erstellen, in der ich versuche die ganzen Impressionen der letzten Monate festzuhalten (Freude, Harmonie, Natürlichkeit, Traditionen, Urbanität, Großstadtleben, Jetset, Upper Class, Trauer und Stress). Als ich dann einen Anruf von einem sehr guten freund erhielt der mich fragte, ob ich nicht Interesse hätte an einer Fashionshow teilzunehmen, die sich um Mode in Berlin dreht, gab mir das den Startschuss diese Kollektion in die Relität umzusetzen. Meine eigene Kollektion, von einem Berliner Jungdesigner für die Berliner Bevölkerung und den Rest der Welt, wenn das mal keine besondere Symbiose ist! 

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