Und wo spielt für Sie die Musik in Berlin?

Unter dem Motto „In Berlin spielt die Musik – sei Berlin und spiel mit“ haben sich 500 Berlin Partner und ihre Gäste zum Sommerfest auf der Dachterrasse des nhow getroffen. Das außergewöhnliche Konzept des Musik- und Lifestylehotels und der fantastische Blick über die Spree spiegelten perfekt das Ansinnen des Berlin Partner Netzwerks: Berlin als die Stadt der Kreativität und Freiheit bekannt zu machen.

Genau diese Kreativität und die Vielfalt in der Stadt gelte es zu bewahren, mahnte Vize-Bürgermeisterin und Gastrednerin Dilek Kolat (SPD). Denn: „Wir haben allen Grund zu feiern“: Die Arbeitslosigkeit sei auf einem Tiefstand, und bei Unternehmensgründungen sei Berlin die Stadt Nummer eins in Deutschland. 40.000 bis 50.000 Menschen ziehe es jedes Jahr aus aller Welt in die deutsche Hauptstadt.

„Das ist die große Chance unserer Stadt“, sagte Kolat. Andererseits werde Integration zu einer der zentralen Herausforderungen. „Aber natürlich schaffen wir das in Berlin“, betonte Kolat: dank des Engagements von Unternehmen und von Bürgern habe Berlin die besten Voraussetzungen, die Neuankömmlinge aufzunehmen, und das sei wichtig: „Die Vielfalt macht die Attraktivität und die Kreativität unserer Stadt aus.“

Inspiriert vom musikalischen Ambiente des Sommerfestes wollten wir von den Gästen wissen: „Wo spielt für Sie die Musik in Berlin?“ Die erste Reaktion war immer die gleiche: ein verzweifelter Seufzer. Denn: Wo soll man da anfangen? Wir haben dann trotzdem einige Tipps bekommen.

Sven Bliedung (Gründer und Geschäftsführer) und Frederik Schneider
VFXbox Post Production

Die Musik spielt in Berlin eigentlich überall, und ganz besonders auf der Straße. Wenn alle jeden Sonntag im Mauerpark zum Karaoke zusammenkommen oder man auf dem Tempelhofer Feld steht und diese Weite vor sich sieht – das macht Berlin besonders. Das Flair dieser Stadt liegt in der Vielfalt, und um dieses Flair zu erleben, muss man die Vielfalt ausleben. Deshalb sind wir zwar immer noch Partystadt Nummer eins, aber die Leute kommen aus New York oder London längst nicht mehr nur zum Partymachen, sondern sie bleiben. Weil man hier so offen und entspannt leben kann.

Frederik Schneider (li.) und Sven Bliedung (re.) 

André Jacobs, IBM Deutschland GmbH
Direktor Business Development and ISVs

Ich bin Westberliner. Alles um den Kudamm und die Schlüterstraße ist meine Welt, vor allem die Galerien dort und die Gastronomie. Dass ich heute in Ostberlin auf die Spree gucke, ist auch toll. Man merkt, wie es hier pulsiert. Den Westteil empfinde ich als ruhiger und bescheidener. Es ist für mich schön zu wissen, dass es so ein riesiges Angebot gibt, ich im Westen aber meine Erholung finde.

Bild 100 - André Jacobs, IBM Deutschland GmbH 

Patrick Will und Cornelia Sorge
PROJECT Immobilien Gewerbe AG, Vorstände Vermietung und Projektentwicklung

Für uns als Firma spielt die Musik an den Zukunftsorten – Adlershof, Dreilinden, Teltow, und übrigens auch am neuen Flughafen.

Cornelia Sorge: Das Einzigartige an Berlin ist die Subkultur, ob das in Kreuzberg oder Friedrichshain ist. Mein persönlicher Tipp allerdings ist Poetry Slam in Adlershof. Da sind viele Techies dabei, die sich den Fachjargon um die Ohren hauen. Das ist sehr witzig.

Patrick Will: Für mich persönlich ist das Naturkundemuseum mit dem T-Rex, der gerade ausgestellt ist, der Hammer. Wenn der in echter Größe vor einem steht – da kann man Angst bekommen.

Patrick Will und Cornelia Sorge 

Dr. Andrea Bör
Freie Universität Berlin, Kanzlerin

An den Universitäten! Berlin wird der Wissenschaftsstandort der Zukunft – weil wir exzellente Unis und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen haben, eine Gründerszene und ein junges Flair in der Stadt. Für mich persönlich spiegelt der Rüdesheimer Platz in Wilmersdorf Berlin wider: Hier wird der Kiez gelebt. Den ganzen Sommer ist dort Weinfest: der „Rheingauer Weinbrunnen“. Dann kommen alle Nachbarn, alle Generationen zusammen. Das finde ich einfach liebenswert.

Dr. Andrea Bör 

Philippe Amarante
Laureus World Sports Awards, Head of Business Development and Commercial

Ich komme nicht aus Berlin. Aber für mich ist Berlin vor allem eine sehr innovative Sportstadt, wenn es darum geht, Sport für sozialen Wandel zu nutzen. Im April haben wir unseren Laureus for Good Jam im Wedding ausgetragen. Da haben Stars wie Jens Lehmann, Raúl, Axel Schulz oder Nadia Comaneci mit den Kindern Sport gemacht, und es war zu sehen, wie es sofort einen Kick gab: Die Kinder haben solch einen Spaß an Bewegung und sind ganz gierig nach Geschichten von den Sportlern. Das war wie ein Konzentrat an Toleranz und Beisammensein.

Philippe Amarante 

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